Pressespiegel:

Wiesbaden-Naurod, 18. März 2019
Wiesbadener Kurier Online-Artikel vom 18.03.2019

Nauroder Baustelle bleibt länger

Straßensanierung Obergasse
+Straßensanierung Obergasse

NAUROD - Baulärm, Dreck und keine Möglichkeit, sich mit dem Auto auch nur ansatzweise dem eigenen Haus zu nähern. Die Anwohner im vorderen Abschnitt der Nauroder Obergasse müssen seit Ende November einiges ertragen. Vier Monate Bauzeit waren für die Baustelle im Ortskern vorgesehen, also bis Ende März. Doch es kam zu Verzögerungen (wir berichteten).

Nun gibt es zumindest schon mal eine gute Nachricht: Diese Woche wird auf einem Teil der Baustelle mit der Asphaltierung begonnen, anschließend folgen die Pflasterarbeiten. Das betrifft die Seite mit den ungeraden Hausnummern und die Fahrbahn. „Dann sieht man auch endlich, dass es vorwärtsgeht“, sagt Olaf Bühler vom Tiefbauamt. Anders sieht es auf der Seite der geraden Hausnummern aus, dort, wo der Wickerbach verläuft. Hier ist man unerwartet auf Hindernisse gestoßen. Zwar sei in den Plänen vermerkt, dass der Kanal an dieser Stelle verlaufe, die Leitungspläne sagen jedoch nichts über die Tiefe aus, erklärt Bühler.

Die Rohre des nun mit einem „Inliner-Verfahren“ sanierten Kanals – hierbei wird der Kanal mit Betonmörtel ausgespritzt und stabilisiert – seien in einem desolaten Zustand gewesen. „Da ist nicht so viel gemacht worden wie gedacht“, so Bühler. Nun müssen für diesen Abschnitt der Obergasse extra Betonplatten angefertigt werden, die eine tragfähige Überdeckung an dieser Stelle garantieren. Auch dies führe zu Verzögerungen. „Für uns als Projektleiter sind solche Entdeckungen gang und gäbe. Das ist unser tägliches Brot, womit wir zu kämpfen haben.“ Damit die Bauarbeiten nicht gänzlich ruhen, hatten die Planer die Abwicklung der Bauabschnitte in der Zwischenzeit verändert.

Verständnis für die Situation der Anwohner

„Ja, es gibt eine ganze Reihe von Problemen“, sagt auch Ortsvorsteher Wolfgang Nickel, „aber das ist bei einer Baumaßnahme nichts Neues.“ Neben der Thematik rund um den Wickerbach seien bei fast allen Hausanschlüssen Probleme aufgetreten. „Hier mal ein Rohr, bei dem keiner weiß, wo es herkommt, da eine Stromleitung – es gibt kaum einen Tag, an dem nicht ein neues Problem auftritt“, schildert er. So habe man zum Beispiel auch den Boden austauschen müssen und, anders als ursprünglich geplant, wurden auch die Straßenlaternen erneuert.

„Ich kann verstehen, dass es die Leute nervt. Sie haben den Dreck und den Lärm, kommen nicht auf ihre Grundstücke“, sagt der Ortsvorsteher in Richtung der Anwohner. Er hat aber auch genauso Verständnis für die Baumaßnahme und die Bauarbeiter. „Da müssen wir jetzt durch.“ Die Bedenken des Ortsvorstehers, dass die Baustelle bis zum Äppelblütefest nicht ausreichend fertig ist, damit der Zug sonntags hier entlang laufen kann, teilt Bauleiter Bühler nicht. Er sagt: „Wir gehen davon aus, dass der Zug im Mai wie geplant verlaufen kann.“

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