Pressemitteilung:

08. Juli 2014

Schmehl: Schwarz-Grün verantwortlich für zu wenige G9 Plätze

SPD kritisiert fehlende Wahlfreiheit

Der schulpolitische Sprecher der SPD-Stadtverordnetenfraktion Hendrik Schmehl hat die aktuellen Anmeldezahlen an Wiesbadner Gymnasien einen „Beleg für die fehlende Wahlfreiheit an hessischen Schulen“ genannt. In der Praxis zeige sich, dass die von der schwarz-grünen Landesregierung vorgegaukelte Wahlfreiheit bezüglich G8 oder G9 für kommende Fünftklässler an Hessens Gymnasien „nichts als heiße Luft ist“, so Schmehl.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule und Kultur wurden Zahlen präsentiert, die zeigen, dass in Wiesbaden 148 Viertklässlern die Möglichkeit verwehrt wird, ein G9-Gymnasium zu besuchen, weil die drei örtlichen Gymnasien mit G9-Angebot hoffnungslos überwählt worden sind. Nur durch die einmalige Möglichkeit, eine zusätzliche Klasse zu bilden, fiel die Zahl der abgelehnten nicht noch höher aus. Dennoch mussten am Ende 74 Kinder von der Verteilkonferenz auf andere Gymnasien verteilt werden und werden nun sogar gegen den erklärten Zweit und Drittwunsch ihrer Eltern in G8 beschult.

Dank der schwarz-grünen Landesregierung seien nun die Schulgemeinden in der Pflicht den Elternwillen zu erfüllen. „Eine absurde Situation“, findet Schmehl, „denn so wird der Wunsch der Eltern, die ihre Kinder bereits auf einem G8-Gymnasium haben, gegen den Wunsch derjenigen Eltern ausgespielt, die einen G9-Platz für ihr Kind suchen.“ Im Ergebnis fehlt in Wiesbaden mindestens ein Gymnasium, das zu G9 zurückkehrt.

Besonders dreist sind nach Ansicht von Schmehl die Wiesbadener Rathaus-Grünen, die die Stadt Wiesbaden in der Verantwortung sehen und im Ausschuss für Schule und Kultur einen Runden Tisch für mehr G9-Plätze gefordert haben. „Hier wird den Betroffenen nicht nur vorgegaukelt, die Stadt könnte an den unbefriedigenden Verhältnissen etwas ändern, sondern es wird auch die eigene landespolitische Verantwortung bewusst ignoriert“, kommentiert Schmehl diese Forderung. Nach Ansicht der SPD Rathausfraktion liegt die Verantwortung für das G9-Desaster in der schlechten Politik der schwarz-grünen Landesregierung. Das Land hat sich freiwillig aus seiner Gestaltungshoheit für G9 verabschiedet und lässt die Schulen mit der Entscheidung allein. Die hohen Hürden für eine Rückkehr zu G9 erschweren den Prozess zusätzlich. „Hier wäre doch ein umfangreiches Betätigungsfeld für die Wiesbadener Grünen, um Runde Tische mit ihrer eigenen Landtagsfraktion durchzuführen“, so Schmehl abschließend.

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