Pressespiegel:

Wiesbaden. Wiesbaden-Naurod, 16. Dezember 2015

Online-Artikel Wiesbadener Kurier vom 16.12.2015

Magistrat stimmt Schulbauliste für Wiesbaden zu - Zahlreiche Schulen profitieren

Außerdem mit den sogenannten KIP-Mitteln (Kommunales Investitions Programm) des Landes. Ein großes Projekt, der Neubau des Carl-von-Ossietzky-Oberstufengymnasiums (18 Millionen Euro), will die Stadt bekanntlich aus dem Verkauf von Grundstücken bezahlen. Wie berichtet war dieser Neubau, ebenso wie der der Albert-Schweitzer-Schule in Kostheim, mit dem Verkauf des Grundstücks Ecke Wilhelmstraße verbunden. Für die Schweitzerschule werden 13,6 Millionen Euro veranschlagt.

CHRONOLOGIE

Der Magistrat hat am Dienstag die Schulbauliste des Schuldezernats entgegengenommen und akzeptiert. Wie berichtet, waren nahezu alle Bau- und Sanierungsprojekte an Wiesbadener Schulen im Sommer von Schuldezernentin Rose-Lore Scholz in einen sogenannten Pausenmodus versetzt worden, soll heißen, es drohte, dass der Sanierungsstau an den Wiesbadener Schulen sich noch verlängern würde. Grund waren die „Eckdaten“ des Kämmereientwurfs für den kommenden Doppelhaushalt. Inzwischen stellt sich die finanzielle Lage der Stadt weitaus besser dar. Außerdem profitiert Wiesbaden vom „Kommunalen Investitionsprogramm“ des Landes und kann aus diesem Topf über 18,5 Millionen Euro verfügen, die allerdings an Bedingungen geknüpft sind.

An der Theodor-Fliedner-Schule in Bierstadt wird ein Gebäude abgerissen und neu gebaut. Kosten: 17,7 Millionen Euro. Die Rudolf-Dietz-Schule in Naurod wird komplett neu gebaut, 2016 soll es losgehen. „Wir möchten erst den Neubau erstellen, dann wird die alte Schule abgerissen“, so Schulplaner Peter Dietz. Die Dietz-Schule soll dann übrigens auch einen neuen Namen bekommen.

Neue Grundschule in der Innenstadt

Ins Gymnasium am Mosbacher Berg werden zwölf Millionen Euro investiert, unter anderem in ein Verwaltungsgebäude. Hier geht es allerdings erst 2019 los. Aus den KIP-Mitteln des Landes werden Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen an der Diesterwegschule (knapp fünf Millionen Euro), der Erbenheimer Justus-von-Liebig-Schule (6,2 Millionen), der Konrad-Duden-Schule in Sonnenberg (insgesamt knapp zwei Millionen Euro, darunter ein größerer Teil fürs Schulkinderhaus) und an der Igstadter Peter-Rosegger-Schule (4,7 Millionen Euro) finanziert.

Und in der Innenstadt soll eine neue Grundschule gebaut werden. Favorisierter Standort ist das Gelände der August-Hermann-Francke-Schule, die ja derzeit als Notunterkunft für Flüchtlinge dient. „Wir schauen aber auch nach Alternativen für den Schulneubau“, so Rose-Lore Scholz. Würde es die ehemalige Francke-Schule werden, die jetzt unter einem Dach mit der Comeniusschule ist, könnten auch die umstrittenen Schulbezirke in der Innenstadt neu zugeschnitten werden. Das würde vor allem die Schiller- und die Blücherschule entlasten. Entsteht in der Hollerbornstraße eine neue Schule, sollen deren Baukosten teils durch den Verkauf von Grundstücken an die Hochschule Rhein Main gedeckt werden, die wie berichtet ihren Campus erweitern möchte.

Wie geht es mit der Fritz-Gansberg-Schule weiter?

Veranschlagt sind für den Neubau 7,5 Millionen Euro. Die neue Grundschule soll dreizügig geplant werden. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, könnten gemeinsam mit denen der Gerhart-Hauptmann-Realschule auch eine neue Drei-Felder-Sporthalle nutzen (2,2 Millionen Euro, die vom Schul- ans Sportamt überwiesen werden). Die alte Halle der Gerhart-Hauptmann-Schule soll abgerissen werden. Gut zwei Millionen gibt es auch für die weiteren Bauabschnitte der Brückenschule.

Die Freiherr-vom-Stein-Schule in Biebrich wird zwar in der Liste des Schuldezernats nicht aufgeführt, sie wird aber nach einem Miet-Modell trotzdem neu gebaut. Anfang nächsten Jahres starten hierfür die Abbrucharbeiten an der „Kleinen Riehlschule“, so Rose-Lore Scholz.

Unklar ist bisher, wie es mit der Fritz-Gansberg-Schule weitergeht. Dort hatte man auch auf einen Neubau gehofft, der bereits detailliert geplant war. „Wir suchen noch nach Möglichkeiten“, so die Dezernentin hierzu. Auch für neue Räume am Berufsschulzentrum ist derzeit kein Geld im Haushalt vorgesehen.

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